Spaziergang Bunker am 06.11.2019

Grauer November in Hamburg, das war ein Anlass für 24 Spaziergänger am 06.11.2019 in die Hamburger Unterwelten abzutauchen. Um 14.00 Uhr trafen sich die Teilnehmer am Hamburger Hauptbahnhof und wurden vom Unterweltenführer in Empfang genommen. Es ging hinein ins unterirdische Labyrinth des von 1941-1943 erbauten Tiefbunkers am Steintorwall. Für 2460 Menschen waren Plätze, hinter bis zu 3,75 Meter dicken Wänden zum Schutz der Zivilbevölkerung im 2. Weltkrieg, bereitgehalten. Zu Zeiten des „Kalten Krieges“ begannen die zuständigen Stellen den Bunker für die Bevölkerung wieder nutzbar zu machen und von 1964-1969 wurden die baulichen und technischen Voraussetzungen dafür geschaffen. Holger D., vom Verein “Hamburger Unterwelten“, ließ die Teilnehmer auf den eng beieinanderstehenden kalten hölzernen Klappsitzen Platz nehmen und zeichnete die seinerzeitige Lage noch einmal sehr anschaulich auf, nachdem er vorab noch Informationen per Power-Point-Präsentation gezeigt hatte. Den Anwesenden wurde wieder einmal klar, welches Glück sie haben, in dieser heutigen Zeit zu leben.  Das Schreckliche, das ihre Eltern erlitten hatten, mussten sie glücklicherweise nicht erleben. Holger bat die Anwesenden, den ewig Gestrigen, die es leider heute wieder gehäuft gibt, entgegenzutreten und mit dafür zu sorgen, dass sie keine Stimme in heutiger Zeit bekommen.

Klaus hatte Plätze im Grand Cafe`Roncalli im Levantehaus bestellt und so konnten die Spaziergänger sich wieder aufwärmen und noch Kaffee und Torte genießen.

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(RS)

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